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Zahnwechsel bei Kindern – Von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen

Mädchen mit Zahnlücke

Der Zahnwechsel findet in der Regel zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr statt. In dieser Zeit setzt sich das Gebiss aus noch vorhandenen Milchzähnen und neuen bleibenden Zähnen zusammen. Zwischen dem 16. und 24. Lebensjahr brechen darüber hinaus die Weisheitszähne durch das Zahnfleisch. Wie sich dieser Wechsel vollzieht und welche Zähne wann durchbrechen, möchten wir Ihnen in diesem Artikel erläutern.

Warum gibt es einen Zahnwechsel?

Der Zahnwechsel versucht das Verhältnis zwischen Kiefergröße und Zahngröße sowie der Zahnanzahl, während der stärksten Wachstumsphase eines Menschen anzupassen. Da sich während dieser Wachstumsphase der Kiefer verändert, geht das ausgeglichene Verhältnis verloren, welches somit wiederhergestellt wird. Die Milchzähne fallen in verschiedenen Phasen des Zahnwechsels aus und die neuen Zähne erscheinen.

3 Phasen des Zahnwechsels

Der Zahnwechsel ist in drei Phasen aufgeteilt, zwischen denen das Gebiss immer wieder zur Ruhe kommt. Die Funktionen der Zähne wie Essen und Sprechen, sollen somit durchgehend gewährleistet sein. Bevor die bleibenden Zähne durchbrechen, sind sie schon im Kiefer angelegt. Wenn dann die Milchzähne ausfallen, können die bleibenden Zähne direkt nachrücken. Im Folgenden erklären wir, welche Zähne wann ausfallen.

Die erste Phase

Die vorderen Backenzähne machen den Anfang unter den bleibenden Zähnen und erscheinen oft bevor der erste Milchzahn ausfällt. Diese brechen meist im Alter von 6 Jahren durch und befinden sich weit hinten in der Mundhöhle. Da dort kein Milchzahn vorher existiert hat und somit auch kein Zahn ausfallen muss, bemerken Kinder und Eltern oft nicht einmal, dass dieser gekommen ist. Zudem fallen die Milchzähne der vorderen Schneidezähne aus und werden durch die "neuen" Zähne ersetzt.

Die zweite Phase

In der zweiten Phase im Alter von circa neun Jahren, brechen die Backen- und Eckzähne sowie die zweiten großen Backenzähne durch. Diese Phase dauert ungefähr bis zum 12. Lebensjahr.

Die dritte Phase

Da nicht jeder Mensch Weisheitszähne bekommt, zählen diese nicht zu dem regulären Gebissaufbau eines Menschen. Sie dienen als eine zusätzliche Verstärkung des Gebisses und kommen meist erst nach dem 17. Lebensjahr. Häufig reicht jedoch der Platz des Kiefers nicht aus, um auch Weisheitszähne zu beherbergen oder weitere Probleme können auftreten, weshalb diese oft vorsorglich entfernt werden.

Bereitet der Zahnwechsel schmerzen?

Während des Zahnwechsels lösen sich die Wurzeln der Milchzähne langsam auf, bis die Milchzähne ausfallen. Innerhalb weniger Wochen werden die so entstandenen Lücken im Gebiss durch die bleibenden Zähne gefüllt. Der Zahnwechsel bereitet im Normalfall keine Schmerzen. Kann jedoch, wenn ein Zahn etwas braucht bis er ausfällt, etwas unangenehm werden.

Welche Probleme und Herausforderungen können beim Zahnwechsel auftreten?

Während der Phase des Zahnwechsels kann es zu verschiedenen Problemen mit den bleibenden Zähnen kommen. Zum einen kann es durch zu früh verlorene Milchzähne zu Fehlstellungen sowie bei dem frühen Verlust der Schneidezähne zu einer Sprachentwicklungsstörung kommen. Bei Weisheitszähnen kann es zu einem erschwerten Zahndurchbruch kommen, indem sich das Zahnfleisch entzündet und so Schmerzen auftreten. Wenn Milchzähne nicht ausfallen wollen ist ein Besuch beim Zahnarzt angebracht. Auf einem Röntgenbild wird dann geschaut, ob die bleibenden Zähne schon angelegt sind und ob die Wurzel des Milchzahns noch vorhanden ist oder nicht. Falls sich die Wurzel noch hinter dem Zahn befindet, kann diese den Zahnwechsel blockieren. Wenn die bleibenden Zähne schief wachsen oder Zahn-Anomalien vorkommen oder gelbliche oder braune Flecken auf den bleibenden Zähnen zu sehen ist, sollte ein Zahnarzt kontaktiert werden.

Was können Eltern für einen problemlosen Zahnwechsel tun?

Um einen problemlosen Zahnwechsel Ihres Kindes zu gewährleisten bietet es sich an, regelmäßige Kontrolluntersuchungen während des Zahnwechsels durchzuführen. Denn nur, wenn eventuelle Komplikationen früh erkannt werden, können negative Folgen für die bleibenden Zähne vermieden werden. Zudem sollte das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen durch eine gute Zahnhygiene vorgebeugt werden. Dieses gilt jedoch auch für die richtige Zahnpflege vor und nach dem Zahnwechsel. Falls Sie Probleme vermuten, sollten Sie direkt in unsere Praxis kommen.

Haben Sie weitere Fragen oder suchen Sie nach einem Zahnarzt, der Ihr Kind behandelt? Kontaktieren Sie uns gerne und vereinbaren Sie einen Termin. Wir freuen uns auf Sie!